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Collitis Ulcerosa (UC) - Chronische Dickdarmentzündung

Die Collitis Ulcerosa (UC) ist eine chronische Entzündung des Dickdarms, die als nicht heilbar gilt. Bei der UC werden die Schutzschichten (Mucosa und Submucosa) des Dickdarms durch exzessive Entzündungsvorgänge und hohen Oxidativen Stress geschädigt. Die ständigen Entzündungen verursachen den Verlust von Blut über den Stuhl, was bis zur Blutarmut (HB-Wert) führen kann. Alle Entzündungsvorgänge verursachen zudem neuen oxidativen Stress und vergrößern die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen.

Die erkrankten Personen müssen in der Regel mit ständigen, hohen Dosen von Kortison leben, alleine schon um den Blutverlust zu begrenzen. Die starken Nebenwirkungen der Corticosteroide führen zum Wunsch die Dosierungen herunterzusetzen, was aber wieder zu vertärkten Entzündungen mit Blutverlust führen kann. Alle anderen Möglichkeiten die starken Entzündungen zu reduzieren sollten ausgeschöpft werden.

Leider sind die Möglichkeiten begrenzt. In Frage kommen

  1. Diätmaßnahmen. Sehr wichtig ist, Nahrungsmittel, die Allergie oder Unverträglichkeiten auslösen, strikt zu meiden. Die unverträglichen Nahrungsmittel sind aber oft schwer zu erkennen, insbesondere bei den langsam wirkenden Unverträglichkeiten, die erst nach mehreren Tagen erkennbare Symtome bewirken. Zur Verfügung stehen mehrere Arten von Bluttests. IgE-Test sind Tests auf "normale" (schnelle) Allergien - hier gilt, jederzeit strikte Vermeidung zu beachten. IgG-Tests können gute Hinweise auf weitere (langsame) Unverträglichkeiten geben. Ausserdem existieren weitere Test-Arten, etwa der ALLCAT-Test, der den direkten Kontakt von lebenden Granolozyten mit Nahrungsmitteln beobachtet. Gliandin, ein mit Gluten verwantes Molekül, ist in Studien als wichtiger Mitverursacher der Collitis Ulcerosa beschrieben worden. Sehr häufig bestehen Unverträglichkeiten oder Allergien auf Milchprodukte, Hühnerei, Schweinefleisch, Fisch und Nüsse. Es können aber auch alle anderen Nahrungsmittel mit unter den schuldigen sein, auch Begleitstoffe aus Kochtöpfen oder Kunststoffen.
  2. Weihrauch (Olibanum) enthält einen entzündungsreduzierenden Stoff, der bestimmte entzündungsverursachende Eicosanoide hemmt.
  3. Es gibt entzündungsredizierende Nahrungsmittel - darunter solche mit omega-3 Fettsäuren (Leinöl, Fischöl) oder Kurkuma (Gelbwurz) und grüner Tee.  Entzündungsfördernd ist dagegen die Aufnahme von Arachidonsäure, die in vielen Nahrungsmitteln direkt enthalten ist und darum möglichst vermieden oder verringert werden sollen (Liste).

Und natürlich Tocotrienole, die sehr gute antientzündliche und antioxidative Eigenschaften haben. Es gibt aber einen Grund, warum sich Tocotrienole bei UC trotzdem oft nicht eignen: Sie verringern die Blutgerinnung. Dieser Effekt, der für Herz und Kreislauf wichtig und erwünscht ist, bewirkt auch eine Verlängerung der Blutungen in den entzündeten Stellen im Darm. So kann sich der Blutverlust von versteckten Blutungen vergrößern (die bei Collitis Ulcerosa ond Darmkrebs vorkommen).

Darum hier die wichtige Warnung: nehmen Sie Tocotrienole nicht, wenn Sie gerade von Blutungen im Darm betroffen sind. Nur in dem Ruhephasen, wenn also gerade kein Schub in der Collitis vorliegt, können Tocotrienole bei UC genutzt werden.

Kürzlich hat eine neue Studie mit Mäusen gezeigt, dass mit Tocotrienolen die Collitis Ulcerosa erheblich gebessert werden kann. Die Besprechung der Studie finden Sie in meinem BLOG: hier gehts zur Studienbesprechnung

Ergebnis: Tocotrienole wurden zur Vorsorge bei Patienten mit Collitis Ulcerosa vorgeschlagen.

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12.12.2019 02:49