Klick für Übersicht word logo
Anzeige:
Neu:
blog.tocotrienol.de
tocotrienol.de > Krebs > Chemo T3    (>>> Brustkrebs)

Tocotrienole bei Krebsbehandlung mit Chemotherapie

Chemotherapie  beruht auf relativ giftigen Stoffen die die Krebszellen von außen schädigen. Da Antikrebs-Wirkung von Tocotrienolen beruht auf Stärkung Apoptose von innen (siehe voriges Kapitel). Man kann die beiden Ansätze auch kombinieren, sie stören sich nicht gegenseitig.

Im Gegenteil, es wurde mehrfach nachgewiesen, dass T3 die Tumorzellen auf Chemotherapeutika sensibilisieren. So entsteht eine synergistische (sich gegenseitig verstärkende) Wirkung.   

Tocotrienole, die schon für sich alleine Krebs bekämpfen, verstärken auch die Wirkung von Chemotherapie und könnten so deren Effizienz steigern und/oder die Dosierung herabsetzen helfen.   Das ist das Ergebnis dieses Textes des College of Pharmacy in Monroe,USA  [1] 

Wieso werden nicht bei jeder Chemotherapie Tocotrienole zusätzlich gegeben?

Hier eine Auswahl von Studien der letzten 3 Jahre in denen die gesteigerte Wirkung der genannten Chemotherapeutika belegt ist:

Tocotrienole sind ungiftig, steigern die Wirkung von Chemotherapie und wirken auch alleine pro-apoptotisch auf Krebszellen ohne gesunde Zellen zu schädigen.

Vitamin E wirkt gegen MDR (Multi Drug Resistance) bei Krebszellen

Ein wesentliches Hindernis für erfolgreiche Chemotherapien ist es wenn der Krebs Widerstandskraft gegen mehrere Chemotherapeutika entwickeln (MDR = Multidrrug resistance). Eine Studie aus 2013 beschreibt dass Vitamin E die Fähigkeit besitzt den MDR-Effekt signifikant zurückzuführen (Vergleichbar nur mit DMSO, p<0.05). Die Studie wurde mit Taxol, doxorubicin und rhodamine 123 an Krebs-Zell-Linien mit MDR und Mäusen durchgeführt.

Können exogene Antioxidantien (wie T3) die Wirkung bestimmter Chemotherapeutika beeinträchtigen?

Einige Chemotherapeutika beruhen auf  Zellabtötung durch ROS/RNS (Sauerstoffradikale). Wird das nicht durch Antioxidantien wie Vitamin E und T3 verhindert?

Gelegentlich wird von Medizinern diese Befürchtung geäußert.

Sie ist aber unbegründet, die Wirkung auch von Chemotherapeutika die freie Radikale freisetzen wird von Vitamin E nicht beeinträchtigt und von Tocotrienolen sogar verstärkt.

Genau diese Fragestellung wurde in dieser Dissertation mit Doxorubicin untersucht. Ergebnis: selbst höchste Dosen von bis zu 1000 ug/ml Vitamin E  hatten keinen Einfluss auf die durch Doxorubicin inhibierten Zellen (therapeutische Dosen von T3 lliegen bei 2-32ug/ml). Die Studie wurde mit Vitamin E-acetat durchgeführt. Andere Studien mit Tocotrienolen haben sogar eine deutlich gesteigerte Wirkung von Doxorubicin zusammen mit T3 ergeben.

Die T3-Wirkung gegen Krebs beruht nicht auf der antioxidativen Wirkung, sondern auf der Aktivierung von apoptotischen Stoffwechselwegen in Krebszellen. Man darf sich die Funktion von Oxidans und Antioxidans nicht wie in einer Lösung vorstellen. Die Ansicht, dass exogene Antioxidantien ROS/RNS komplett neutralisieren könnten ist irrig.3,ref-P1469 Tatsächlich wird nur ein "kleiner Teil" der ROS/RNS neutralisiert, an ganz bestimmten Stellen.      

Wir hoffen und erwarten, dass in einigen Jahren die zusätzliche Verwendung von Tocotrienolen bei jeder Krebstherapie zum Standard werden wird.

Tocotrienole wirken auch ohne Chemotherapie gegen Krebs, indem sie die Fähigkeit der Zellen zur Apoptose herstellen. Krebsbehandlungen mit Tocotrienolen ohne Chemotherapie werden derzeit erforscht.

Referenzen:

[1] Hier der Originaltext (Tocotrienol combination therapy results in synergistic anticancer response) und eine Übersetzung der Zusammenfassung:

"Vitamin E besteht aus einer Familie von Bestandteilen, die in zwei Untergruppen aufgeteilt werden: Tocopherole und Tocotrienole. Diese wirken als wichtige Antioxidantien, die Peroxidation und die Produktion von freien Radikalen im Körper regulieren. Obwohl Tocopherole und Tocotrienole dieelbe chemische Struktur  mit einem Chromanol-Ring und einer Phytyl-Seitengruppe aufweisen, zeigen nur Tocotrienole Antikrebs-Aktivität, indem sie Zell-interne Signalwege modulieren, die mit Vermehrung und Überleben von Tumor-Zellen in Zusammenhang stehen. Die Kombinationstherapie mit anderen chemotherapeutischen Mitteln resultiert in einer synergistischen Wirkung. Die Kombinationstherapie is am effektivsten, wenn Tocotrienole mit Mitteln kombiniert werden, die einen komplementäre Aktionsmechanismus gegen Krebs besitzen.

Diese Erkenntnisse sind ein starker Hinweis darauf, dass die synergistischen antiproliferativen und apoptopischen Effekte, die durch Behandlung mit niedrigen Dosen von gamma-Tocotrienol zusammen mit anderen chemotherapeutischen Mitteln signifikante Gesundheitsvorteile bei der Verhütung und Behandlung von Brustkrebs bei Frauen besitzen können. Während gleichzeitig Resistenzbildung im Tumor und Nebeneffekte durch die Giftigkeit bei hoch dosierten Monotherapien vermieden werden."

[3] Bundesgesundheitsblatt 2008.51:1461-1482 Oxidativer Stress und Möglichkeiten seiner Messung aus umweltmedizinischer Sicht

"Zum einen ist die Ansicht, exogen applizierte Antioxidantien könnten beim Menschen alle ROS/RNS komplett neutralisieren, irreführend. Tatsächlich kann wegen der hohen Reaktivität und recht kurzen Lebensdauer der ROS/RNS und der begrenzten maximal erreichbaren Antioxidans-Konzentrationen im Zielgewebe nur ein kleiner  Teil  der  ROS/RNS  durch  ein  bestimmtes  exogenes  Antioxidans  neutralisiert  werden."

Diesen Artikel...  Drucken   Größer Anzeigen   Frage stellen   Kommentieren

weiter mit Kapitel.. Brustkrebs


Sitemap Suche Disclaimer Impressum Kontakt

25.09.2017 17:17